Halbwissen und häufig erzählte Geschichten sorgen besonders im medizinischen Bereich bei Menschen für Unsicherheit oder falsche Entscheidungen. Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen haben laut “Medical Tribune” mittlerweile einige oft behauptete “Tatsachen” auf ihre Echtheit hin untersucht und widerlegt. Zum Beispiel das biologische Phänomen, dass nach dem Tod die Haare und Fingernägel noch wachsen. Das stimmt gar nicht. Da der Körper nach dem Tod dehydriert, zieht sich das Gewebe um Nägel und Haar herum zurück. Dadurch kann der Eindruck entstehen, sie wären nach dem Todeszeitpunkt noch gewachsen.Ebenso wenig sind Mobiltelefone in Krankenhäusern gefährlich. Bislang ist kein einziger Todesfall durch Handygebrauch am Krankenbett bekannt geworden. Höchstens einen falschen Monitoralarm hat es schon einmal gegeben, ansonsten attestieren technische Untersuchungen den Mobiltelefonen eine minimale Interferenzgefahr mit medizinischen Geräten, und diese auch nur bei sehr geringen Distanzen. Daher haben einige Krankenhäuser die Benutzung von Handys für Patienten auch wieder erlaubt. Besucher werden jedoch darum gebeten, sie auszustellen, um die notwendige Ruhe für Patienten gewährleisten zu können. Widerlegt ist auch die Behauptung, dass Menschen nur mit zehn Prozent des Gehirns denken. Studien mit bildgebenden Verfahren haben gezeigt, dass alle Bereiche des Gehirns je nach Tätigkeit oder beim Denken aktiv sind. Ein weiteres Märchen ist, dass Lesen bei schlechtem Licht die Augen verdirbt. Wohl kann nicht optimales Licht dazu führen, dass man Schwierigkeiten beim Fokussieren hat und durch verminderten Lidschlag die Hornhaut trocken wird. Doch das sind nur vorübergehende negative Effekte. Die Funktion und die Struktur der Augen bleiben dagegen unverändert. Frauen wird es freuen: Das Rasieren lässt die Haare nicht dicker und dunkler werden. Das wurde bereits 1928 in einer Studie bewiesen. Abgeschnitten wird, egal ob unter den Armen oder an den Beinen, nur der tote Teil des Haares. Der lebende Teil sitzt unter der Haut und wird durch eine Rasur nicht beeinflusst. Der Eindruck einer dickeren und dunkleren Behaarung aufgrund einer Rasur beruht auf einer Täuschung: Haarstoppeln wirken stets aufgrund ihrer Kürze etwas kräftiger als längere Haare. Außerdem wird der hautnahe Haarteil auch nicht durch Sonne oder Chemikalien gebleicht wie die Haarspitze. So entsteht der falsche Eindruck.
Leave a reply