26 May
Posted by: admin in: Gesundheit Nachrichten
Bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sollten Patienten besonders auf ihre Ernährung achten. Manche Lebensmittel können die Wirkung von Arzneimitteln im Organismus beeinflussen. So hemmt Grapefruitsaft den Abbau zahlreicher Medikamente und lässt ihren Wirkstoffpegel zum Teil bedenklich ansteigen. Dadurch können schwere Nebenreaktionen wie beispielsweise ein extrem hoher Blutdruck ausgelöst werden. Zu einer solchen Wechselwirkung kann es laut der Verbraucherzentrale Bayern bei Schlaf-, Schmerz- und Bluthochdruckmitteln, bei Antihistaminika und Immundepressiva kommen. Für Betroffene ist es ratsam, während ihrer medikamentösen Therapie auf die Früchte und den Saft zu verzichten. Auch bei der Einnahme von Eisentabletten ist bei der Nahrungsaufnahme Vorsicht geboten. Es ist besser, mindestens zwei Stunden vor und nach dem Pillenschlucken auf den Genuss von Kaffee oder Tee zu verzichten. Da die Gerbsäure in den Getränken das Eisen im Magen bindet, wird es ansonsten einfach wieder ausgeschieden. Das gleiche geschieht durch Oxalsäure in Rhabarber oder Spinat. Gefördert wird die Aufnahme des Eisens dagegen durch Vitamin C aus Obst und Fruchtsäften. Länger gelagerte, eiweißhaltige Lebensmittel vertragen sich nicht mit sogenannten MAO-Hemmern gegen Depressionen. In Sauerkraut, lange gereiftem Käse, Dauerwurst, Fischkonserven oder Wein kommt das Eiweißprodukt Tyramin vor, das während der Einnahme der Medikamente nicht abgebaut wird. Dadurch kann der Blutdruck ansteigen. Zudem sollten Antibiotika nicht in Kombination mit Milchprodukten eingenommen werden, da das Kalzium der Milch den Wirkstoff des Antibiotikums nicht durch die Darmwand dringen lässt. Gleiches gilt für Schmerzmittel und Antidepressiva.
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