Nicht nur die Zutaten und die Zubereitung tragen zum gesunden Grillspaß bei. Auch der Umgang mit dem Grill selbst ist entscheidend. Jedes Jahr verletzen sich rund 4 000 Menschen in Deutschland beim Grillen, 500 davon schwer, meist verbunden mit bleibenden Schäden. Kinder müssen daher immer ausreichend Abstand zum Grill halten und dürfen niemals ohne Aufsicht in die Nähe der Feuerstelle gelassen werden. Der Grill muss stabil sein und das Material darf nicht zu heiß werden.

Für den Standort des Grills ist ein fester, kippsicherer und nicht entflammbarer Untergrund im Windschatten zu wählen. Über dem Grill darf sich weder eine Markise noch ein Sonnenschirm befinden, sonst besteht Brandgefahr. Zum Anzünden der Kohle dürfen niemals Benzin, Spiritus oder andere Brandbeschleuniger verwendet werden, denn diese hochentzündlichen Substanzen verursachen einen Flammenrückschlag, durch den der Grill explodieren kann. Sicherheitsgrillanzünder hingegen verursachen keine Stichflammen und wirken sich auch nicht negativ auf den Geschmack des Grillguts aus.

Herabtropfendes Fett bildet nicht nur gesundheitsgefährdende Stoffe, es fängt auch schnell Feuer. Das lässt sich ebenfalls durch Grillschalen vermeiden. In Brand geratenes Fett darf nicht mit Wasser gelöscht werden, sondern ist mit einer Decke zu ersticken. Zusätzlich ist es sinnvoll, eine Schürze und Koch-Handschuhe beim Grillen zu tragen. Die Restglut wird am besten mit Sand gelöscht und erst nach dem endgültigen Erkalten in den Abfall geworfen. Kohle sollte nie zum Abkühlen ins Beet gekippt werden, denn Kinder könnten hineintreten oder danach greifen und sich verbrennen.

Kommt es dennoch zu kleineren Verbrennungen, ist die Wunde schnellstmöglich unter kaltes Wasser zu halten. Dies sollte aber nicht länger als zehn Minuten getan werden, da sonst eine Unterkühlung droht. Anschließend ist die Brandwunde mit einem lockeren sterilen Verband zu versorgen. Bilden sich Brandbläschen, sind diese nicht zu öffnen. Sie enthalten eine sterile Flüssigkeit, die wie ein natürlicher Verband wirkt. Auf keinen Fall Großmutters Tipps befolgen, wie etwa Butter, Öl oder Mehl auf die Verbrennung geben. Diese Mittel lindern nicht den Schaden, sondern können die Wunde verkleben oder gar Infektionen auslösen. Bei schweren Verbrennungen ist sofort ein Arzt aufzusuchen.