Sportbrillen sollen die Augen des Benutzers bei der Bewegung im Freien vor UV-Strahlung, Fahrtwind und Insekten schützen. Dank unterschiedlich getönter Wechselgläser sind sie zudem für verschiedene Lichtverhältnisse geeignet. Die Stiftung Warentest hat jetzt 15 Produkte überprüft, die unter anderem zum Radfahren und Laufen geeignet sind. Bei den Brillen wurden Trageeigenschaften, Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit untersucht. Außerdem wurde analysiert, ob Schadstoffe enthalten sind. Die Gläser bestehen bei allen Produkten aus dem leichten und bruchsicheren Kunststoff Polycarbonat. Im Schlagtest haben die Prüfer die Bruchsicherheit mit einem bis zu 130 Kilogramm schweren Fallpendel getestet. Fast alle Brillen haben dabei mit “sehr gut” abgeschnitten, nur die dunkelgrauen Gläser der Casco SX-20 gingen zu Bruch. Die ebenfalls im Set enthaltenen gelben und klaren Gläser des Anbieters hielten dem Gewicht aber stand. Zwei Brillen wurden mit “sehr gut” bewertet und sind damit Testsieger geworden. Die Adidas Gazelle L a123 für rund 100 Euro konnte vor allem bei den Trageeigenschaften punkten. Sie rutscht nicht, hat ein großes Sichtfeld und schützt gut vor dem Fahrtwind. Die Oakley Flak Jacket XLJ Array zeichnet sich in den Bereichen Sicherheit und Haltbarkeit besonders aus. Die Gläser sind extrem langlebig und kratzfest. Allerdings muss der Käufer bei der teuersten Brille im Test auch rund 285 Euro berappen. Neun Produkte wurden mit “gut” bewertet, die Preisspanne reicht von 40 Euro bis 150 Euro. Die vier Schlusslichter im Test erhielten immerhin noch die Gesamtnote “befriedigend”. Dazu gehörten das GPR Sportbrillen-Set von Aldi Nord für drei Euro, die Swisseye Skyhawk für rund 50 Euro und das Sportbrillen-Set von Rewe für vier Euro. Am schlechtesten hat die Point Racing Gobi HS-L 347B für rund 20 Euro mit der Gesamtnote 3,1 abgeschnitten. Sie enthielt Weichmacher in den Nasenpads und Bügelenden. Einen Korrektureinsatz für Brillenträger haben fünf Anbieter im Programm. Mit Hilfe von Clips können dabei geschliffene Gläser hinter den Scheiben der Sportbrille befestigt werden. Überzeugt haben die angebotenen Lösungen die Tester allerdings nicht. Zum einen erfordert die Montage eine hohe Fingerfertigkeit. Zum anderen wird der Abstand der Gläser zum Auge so gering, dass die Wimpern anstoßen können.