28 May
Posted by: admin in: Gesundheit Nachrichten
Anders als die Alkoholsucht ist die Abhängigkeit vom Internet keine eigenständige Erkrankung. Dennoch ist es eine Sucht. Davon gehen einige Ärzte aus. Zudem ist die Sucht nach dem modernen Medium vielgestaltig. So können sich die Anwender etwa in virtuellen Identitäten bei Online-Rollenspielen verlieren. Auch kann sich ein übersteigertes Kaufverhalten in Web-Shops oder Online-Auktionen entwickeln. Ein weitgehender Verlust sozialer Kontakte in der realen Welt kann ebenfalls die Folge einer zu intensiven Internet-Nutzung sein.
Laut dem Fachaufsatz “Kann Internet süchtig machen?” von Dr. Silvia Kratzer in der Zeitschrift “Psychiatrische Praxis” liegt bei solchen Verhaltensmustern in vielen Fällen eine sogenannte pathologische Internet-Nutzung vor. Experten diagnostizieren dabei häufig andere psychiatrische Erkrankungen. Darunter fallen zum Beispiel Angst- und depressive Störungen. Nur sehr wenige pathologische Internet-Anwender weisen keine psychiatrische Diagnosen auf. Als süchtig nach dem Web gilt, wer 30 Stunden pro Woche und mehr privat im Netz verbringt. Normale Nutzer bringen es meist nur auf bis zu 18 Stunden pro Woche. Süchtige verspüren einen starken Drang zur Aufrechterhaltung ihres Nutzungsverhaltens, obwohl sie dadurch Konflikte mit Freunden, Verwandten und Partnern im realen Leben sowie berufliche Probleme riskieren.
Leave a reply