Rund 320 000 Menschen in Deutschland leiden an der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn. Bakterien, die in die Darmwand eindringen, verursachen diese Entzündung, in deren Folge das Immunsystem des Körpers sich gegen den gesamten Verdauungstrakt richtet. Von der Mundschleimhaut über die Speiseröhre bis zum Magen und Darm - alles entzündet sich nach und nach.
Die Krankheit Morbus Crohn verläuft in Schüben und ist trotz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse schulmedizinisch nicht heilbar. Um das Immunsystem zu unterdrücken, erhalten Patienten hohe Dosen Kortison und andere Medikamente. Langfristig leiden Betroffene meist unter den Nebenwirkungen sowie Mangelerscheinungen, weil sie die Nahrung nicht mehr aufnehmen können. Häufig werden im fortgeschrittenen Stadium Operationen nötig, bei denen Teile der betroffenen Regionen wie Darm, Magen oder Speiseröhre chirurgisch entfernt werden.
Anders wird Morbus Crohn in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) behandelt. “Mit individuell auf jeden Patienten abgestimmten chinesischen Arzneien, Tuina-Massagen und gezielten Qi Gong-Übungen haben wir bereits 75 Prozent unserer Patienten langfristig und erheblich helfen können, sie konnten wieder einen normalen Arbeitsalltag bewältigen und waren fast beschwerdefrei”, erklärt Dr. Christian Schmincke, ärztlicher Leiter der Klinik am Steigerwald. TCM setzt dabei nicht auf Symptomunterdrückung, sondern auf Behandlung der Ursachen: Entzündungsschübe können ausgelöst durch Schul -oder Arbeitsstress, psychische Belastungen oder Fehlernährung. In der Klinik wird erfasst, wann und in welcher Form der Organismus diese Fehlregulation ausgebildet hat. Auch der Status des Immunsystems wird analysiert: Zunge, Gesichtszüge und der Bericht des Patienten über Schlaf, Ausscheidung und Mattigkeit ergeben für den TCM-Arzt ein genaues Bild.
Anhand der genauen Diagnose werden dann chinesische Arzneien in einer individuellen Rezeptur für jeden Patienten zusammengestellt. Sie bestehen aus Rohsubstanzen wie Knollen, Rinden oder Wurzeln von Pflanzen. Der Patient trinkt die chinesische Arznei abgekocht in kleinen Schlucken über den Tag verteilt. Täglich beobachten die Ärzte den Fortschritt der Patienten, passen die Arznei neu an. Dadurch soll der Organismus nach und nach auf ein intaktes Immunverhalten “trainieren” werden. Begleitend werden Akupunktur, die Druckpunktmassage Tuina oder die schmerzbewältigende Körpertherapie des Qi Gong eingesetzt. Während des Klinikaufenthaltes erlernen die Patienten das Aufbereiten der Arznei. Im Anschluss kann die Therapie bei einem der 120 niedergelassenen Therapeuten fortgeführt werden, die nach gleichem Prinzip wie die Klinik behandeln (www.tcmklinik.de).
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