Bei Fernreisen sollten sich Urlauber bei dem Verzehr von bestimmten Fischarten in Acht nehmen. Ansonsten können sie leicht an einer speziellen Fischvergiftung (Ciguatera) erkranken. Die Beschwerden werden durch das Gift von bestimmten Algen (Dinoflagellaten) ausgelöst, das über die Nahrungskette in die Speisefische gelangt und sich in den Tieren anreichern kann.
Das sogenannte Coguatoxin ist hitzestabil und wird deshalb bei der Zubereitung durch Kochen oder Braten nicht neutralisiert. Beim Menschen löst es innerhalb kürzester Zeit Beschwerden wie Durchfälle, Bauchschmerzen, Schwitzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen aus. Auch neurologische Beschwerden wie Muskelkrämpfe, ein Taubheitsgefühl im Mund sowie an den Lippen und Sensibilitätsstörungen wie eine fehlerhafte Temperaturwahrnehmung oder Kribbeln treten auf. Diese Störungen können monatelang anhalten.
In Florida sind laut Centrum für Reisemedizin (CRM) jetzt fünf Menschen an der Fischvergiftung erkrankt, nachdem sie einen Zackenbarsch gegessen hatten. Das Gift reichert sich vor allem in größeren Raubfischen wie Barrakudas, Schnappern und Makrelen an. Die Krankheit tritt verstärkt in tropischen Küstengebieten in der Karibik, im indischen und im pazifischen Ozean auf. Ein Gegengift gibt es zurzeit nicht. Treten Symptome der Erkrankung auf, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Mit Medikamenten kann versucht werden, das Ausscheiden des Giftes zu beschleunigen. Ansonsten können die Anzeichen der Krankheit mit schmerzstillenden Mitteln behandelt werden. Urlauber sollten sich an ihrem Ferienort erkundigen, ob Fälle von Ciguatera aufgetreten sind. Ist das der Fall, ist der Verzehr von Fischen zu meiden.
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