Eltern von Säuglingen lassen sich zunehmend durch eine ambulant tätige Nachsorgehebamme betreuen. Das zeigt sich an der gestiegenen Zahl der Hebammen und Entbindungshelfer im ambulanten Bereich. Dort hat sich die Zahl der Arbeitplätze von 1997 bis 2006 um knapp 2 000 Stellen erhöht, während die Zahl der Geburten in diesem Zeitraum von rund 815 683 Neugeborenen auf 675 144 Babys zurückging. Im Jahr 2006 war bereits die Hälfte der rund 18 000 Hebammen und Geburtshelfer im ambulanten Bereich tätig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hängt diese Entwicklung nicht mit einer Zunahme an Geburten außerhalb des Krankenhauses zusammen, sondern mit der kürzeren Verweildauer im Krankenhaus nach einer Entbindung. Wurde im Jahre 1997 ein Mutter durchschnittlich fünf Tage nach der Geburt entlassen, geschah dies 2006 bereits nach etwas mehr als drei Tagen. Aufgrund dessen benötigen Eltern und Säuglinge eine verstärkte Betreuung. Die Kosten dafür werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.