Wer mit einem Schnupfen ins Flugzeug steigt, kann Probleme bekommen. Bei einer Erkältung sind die Schleimhäute in den Atemwegen oft angeschwollen, so dass die Nasenneben- und die Stirnhöhlen nicht richtig belüftet werden können, erklärt Dr. Michael Barczok, praktizierender Lungenfacharzt im Lungenzentrum Ulm und Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Lungenärzte (BdP) in Hildesheim. Dadurch wird bei wechselndem Umgebungsdruck in der Flugzeugkabine der Druckausgleich in diesen Höhlen erschwert. Vor allem der ansteigende Druck während der Landung kann dann zu Kopf- oder Ohrenschmerzen führen. Beim Starten kommt es hingegen seltener zu Beschwerden, weil dabei der Druck abnimmt.

Zur Abhilfe sollten vorsorglich abschwellende Nasensprays verwendet werden. Bei einem Kurzstreckenflug von zwei bis drei Stunden reicht es, das Spray gleich nach dem Start anzuwenden, meint Barczok. Denn bei kurzer Flugdauer wird die Wirkung des Sprays bis zur Landung anhalten. Bei einem Langstreckenflug muss man hingegen daran denken, das Spray etwa eine halbe Stunde vor Beginn des Landeanfluges anzuwenden, damit es auch während der Landung seine Wirkung zeigen kann.

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