15 Aug
Posted by: admin in: Gesundheit Nachrichten
Eltern, die mit ihren Kindern regelmäßig gemeinsame Mahlzeiten einnehmen, könnten damit das Risiko senken, dass diese als Jugendliche Alkohol und Zigaretten konsumieren. Weibliche Jugendliche, die als Kinder regelmäßig in der Familie gegessen hatten, neigten nur halb so häufig zu Alkohol und Zigaretten, berichtet Dr. Christa Schaff, Vorsitzende des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) und bezieht sich dabei auf eine Untersuchung von Forschern um Marla Eisenberg an der Universität von Minnesota, USA. Die Arbeit wurde im Fachmagazin Journal of Adolescent Health veröffentlicht.
Die Untersuchung umfasste 806 Jugendliche, 45,4% Jungen und 54,6% Mädchen. Die Wissenschaftler befragten die Studienteilnehmer im Alter von etwa 13 Jahren, wie oft sie mit ihren Familien zusammen Mahlzeiten einnahmen und ob sie Marihuana, Zigaretten oder Alkohol konsumierten. 5 Jahre später wurde diese Befragung wiederholt. Bei den Mädchen, die früher 5-mal in der Woche oder öfter zusammen mit der Familie gegessen hatten, war der Anteil derer, die Zigaretten oder Alkohol konsumierten, um 50% niedriger, sagt Dr. Schaff. Bei Jungen dagegen zeigte sich hinsichtlich der Neigung zu Zigaretten und Alkohol kein Unterschied zwischen denjenigen, die regelmäßig mit der Familie gegessen hatten und denjenigen, bei denen dies seltener der Fall gewesen war. Möglicherweise könnte die Unterhaltung bei gemeinsamen Mahlzeiten von Jungen auch als sanfte Kontrolle aufgefasst werden.
Viele der Faktoren, die dazu führen, dass Kinder anfangen zu rauchen oder Alkohol zu konsumieren, liegen in Konflikten innerhalb der Familie begründet. Wenn ein Kind also viel Zeit mit seiner Familie verbringt, können sich die Beziehungen innerhalb der Familie verbessern, erklärt die BKJPP-Vorsitzende. Gemeinsame Mahlzeiten bieten den Eltern die Möglichkeit, zu erfahren, was ihre Kinder im Moment beschäftigt und eventuelle auf seelische Probleme aufmerksam zu werden.
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