An einer individuelleren Therapie für Krebspatienten forschen Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg. Sie wollen erkunden, weshalb bestimmte Krebsmedikamente bei verschiedenen Tumorzellen nicht wirken. Der Grund für die Resistenz der Zellen könnte in den Genen der an Krebs erkrankten Patienten liegen.

In sieben Teilprojekten beschäftigen sich die Forscher mit den Signalwegen, die dafür verantwortlich sind, dass die Tumorzellen nicht auf die Mittel ansprechen. Dafür schalten die Wissenschaftler einzelne Gene aus, um Rückschlüsse auf deren genaue Funktion ziehen zu können. Wird die Wirkweise des Effektes gründlicher aufgeklärt, könnten Krebspatienten in Zukunft vielleicht besser therapiert werden. Die Ärzte könnten dann das Erbgut der Betroffenen überprüfen und anhand dieses Musters die am besten wirkenden Medikamente zusammenstellen.