Niesen und Husten sind derzeit wieder überall zu hören, die Zeit der Erkältungen und Grippe hat begonnen. Viele Menschen wollen sich schützen, indem sie Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Viel besser als solche Präparate ist es, sich regemäßig die Hände zu waschen. Darauf weist jetzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin.

Durch das Händewaschen mit klarem Wasser und Seife kann das Ansteckungsrisiko für Atemwegserkrankungen einfach und effizient gesenkt werden. Auch sollte darauf geachtet werden, sich nicht so oft ins Gesicht zu fassen, indem man beispielsweise sich die Augen reibt. Hierdurch gelangen Viren und Bakterien leicht in die Schleimhäute und breiten sich im Körper aus. Wer sich bereits angesteckt hat, kann andere Menschen vor Ansteckung schützen, indem er es vermeidet, anderen die Hand zu geben und benutzte Taschentücher schnell entsorgt.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C oder ähnlichem hilft dagegen kaum, sich vor einer Infektion zu schützen. Denn Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Vitamin C eine Ansteckung nicht zwangsläufig verhindert und eine zu hohe Dosierung sogar schädlich sein kann. Am besten wird das Vitamin über die Nahrung aufgenommen, die normale Tagesdosis liegt bei 75 Milligramm. Einen höheren Bedarf haben Schwangere, Stillende und Raucher. Sie sollten rund 40 Prozent mehr Vitamin C zu sich nehmen. Der Bedarf ist recht einfach durch eine ausgewogene Ernährung zu decken, so stecken beispielsweise in 100 Gramm frischer Paprika bereits 100 Milligramm Vitamin C, gleiches gilt für 200 Gramm Orangen oder Rotkohl. Besonders reichhaltig ist die Hagebutte, aber auch Grünkohl, schwarze Johannisbeeren, Rosenkohl und Petersilie.