Der in verschiedenen Gebrauchsgegenständen enthaltene Weichmacher Bisphenol A soll nun auch die Wirkung von Chemotherapien hemmen. Das haben Wissenschaftler der Universität Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio herausgefunden. Demnach schützt der Weichmacher die Krebszellen vor dem Zelltod, der durch die Medikamente der Therapie herbeigeführt werden soll.
Auf die gesundheitlichen Gefahren von Bisphenol A haben das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Umweltbundesamt bereits mehrfach hingewiesen. Der Weichmacher findet sich unter anderem in Gegenständen aus Plastik wie Babyflaschen, Strohhalmen oder Trinkbechern. Der Stoff kann das menschliche Hormonsystem beeinflussen. Bei Säuglingen sollen hohe Konzentrationen von Bisphenol A im Blut kurz vor oder nach der Geburt zu einer gestörten Entwicklung der Sexualorgane, des Nervensystems oder des Verhaltens führen können. Welche Menge des Stoffes als unbedenklich bezeichnet werden kann, ist unter Wissenschaftlern und Behörden immer noch sehr umstritten. Am besten können sich Menschen schützen, in dem sie Gegenstände aus Kunststoff, die mit der Schleimhaut in Berührung kommen können, nicht verwenden. Auch im Lebenmittelbereich sollten statt Plastikschüsseln lieber andere Materialien wie Glas verwendet werden.
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