11 Oct
Posted by: admin in: Gesundheit Nachrichten
Die Stimulation bestimmter Hirnbereiche durch implantierte Elektroden könnte in Zukunft vielleicht Schmerzpatienten helfen. Das zeigt eine Studie, die jetzt beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin vorgestellt worden ist.
Wenn nach einem Unfall oder einem Schlaganfall die Nerven des Gehirns oder des Rückenmarks geschädigt sind, leiden die Betroffenen häufig auf Dauer unter Schmerzen. Die Beschwerden können durch Medikamente nicht ausreichend bekämpft werden. Mediziner haben deshalb in Lübeck 20 Patienten mit einer neuen Methode behandelt. Den Betroffenen wurde eine Plattenelektrode auf die Hirnhaut oberhalb einer bestimmten Region der Großhirnrinde eingepflanzt. Eine Stimulation dieser Region verursachte eine Aktivierung verschiedener Hirnbereiche, die für das Schmerzempfinden wichtig sind. Bei zehn Patienten zeigte sich daraufhin eine Linderung der Beschwerden zwischen 30 und 75 Prozent. Nach Ansicht der Forscher ist jetzt eine weitere Studie nötig, um die optimalen Bedingungen für den Eingriff und die beste Platzierung der Elektrode herauszufinden.
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